13.05.2013 [Extra]

Sonderausgabe 13.05.2013

Das Tibethaus

Das Tibethaus Deutschland ist ein Kulturinstitut, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können.

 

 

 

Themenübersicht

 

            1. Zong Rinpoche war zu Gast im Tibethaus
            2. Tara-Statuen für den Dalai Lama
            3. Seminar mit S.E. Dagyab Rinpoche
 

 

 

 

1. Zong Rinpoche war zu Gast im Tibethaus

Wir hatten von Donnerstag bis Sonntag letzter Woche überraschend Besuch von Zong Rinpoche, der von Indien aus über Frankfurt nach Spanien gereist war. Er ist die Wiedergeburt des legendären Zong Rinpoche, der übrigens ein enger Schüler von Kyabje Dorje Chang gewesen ist (das hatten wir in der letzten Chömail falsch beschrieben). Der gegenwärtige Zong Rinpoche ist 29 Jahre alt, studiert und unterrichtet im Ganden Shartse Kloster in Südindien. Rinpoche hat am Samstag im perfekten Englisch einen Vortrag gehalten über das Thema „Tradition und Moderne: Tibetischer Buddhismus im Westen“. Für seine Ausführungen hat sich Zong Rinpoche zunächst einmal auseinandergesetzt mit dem Begriff der „Moderne“, den es ja so im tibetischen Kontext so nicht gibt. Er meinte auch schmunzelnd, dass der historischer Buddha ja ursprünglich ein Reformer gewesen ist, sich gegen die Erstarrungen der indischen Tradition gewandt habe. Tradition sei auch nicht automatisch „schlecht“ und abzuschaffen. Auch hier im Westen sollten wir behutsam mit Änderungen im Buddhismus umgehen. Vielleicht würden wir auch irgendwann einmal einen eigenen westlichen Buddhismus haben, aber das würde wahrscheinlich noch etwas dauern.
Zong Rinpoche hat sich während seines Aufenthaltes auch sehr interessiert für die westliche Philosophie, viele Fragen gestellt und hat betont, dass er noch viel lernen müsse. Wenn er das nächste Mal wiederkomme, so sagte er, wolle er weiter mit uns in einen Diskurs gehen.

Noch eine Korrektur in eigener Sache: Zong Rinpoches Vorgänger war übrigens kein Lehrer des 14. Dalai Lama. (das hatten wir in der letzten Chömail falsch beschrieben)

 

 

2. Tara Statuen für S.H. den Dalai Lama

Wir haben endlich Fotos von den 21 Statuen der Tara geschickt bekommen, die von einigen der Mitglieder des Tibethauses gesponsert worden sind als abschließende Dankesopfergabe für die Lamrim-Unterweisungen S.H. Dalai Lama im Dezember 2012 in Indien. Ling Rinpoche hatte uns zuvor um Unterstützung gebeten, und sehr schnell war die gesamte Summe zusammen gekommen.
Leider hatte Ling Rinpoche am Tag vor Beginn der Unterweisungen einen dramatischen Autounfall und konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Deshalb sind die Statuen letztendlich nicht überreicht worden. Es wurde beschlossen, dass sie am Ende aller Lamrim-Unterweisungen des Dalai Lama überreicht werden sollen. Das wird wohl 2015 sein. Sie werden bis dahin im Kloster Sera/Südindien sicher aufbewahrt werden.
Die Mönche aus Sera haben uns die Fotos geschickt. Ling Rinpoche, der lange hat im Krankenhaus liegen müssen, geht es übrigens inzwischen deutlich besser.

3. Unterweisungen von S.E. Dagyab Rinpoche am kommenden Wochenende

Der Kurs: Offenheit und Identität, Freitag, 17. bis Sonntag, 19. Mai, ist schon ziemlich voll.
Um umgehende Anmeldung wird gebeten.