23.03.2012

Ausgabe 23.03.2012

Das Tibethaus 

Das Tibethaus Deutschland ist ein Kulturinstitut, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können. 

 

 

Themenübersicht

 

Nachrichten:
1. Unterweisungen von Dagyab Rinpoche am 16.-18.03.12
2. Neue Thangka-Lieferung aus Dagyab
3. Tibethausferien

 

Programm:
4. Ist das höchste Gut das wahre Glück?
5. Tibetischer Tanz-Workshop
6. Termine
7. Zitat der Woche

1. Unterweisungen von Dagyab Rinpoche am 16.-18.03.12

Dagyab Rinpoche hat am Freitagabend inspirierende Erklärungen zur Natur des Geistes gegeben.
U.a. sagte er folgendes: Alle Probleme kommen vom Geist. Die Kadampa-Meister betonten, dass man geistig stabil sein und immer aufpassen müsse, was man tue. Der Schaden aus unachtsamen Handlungen kann sehr groß sein. Dazu gibt es ein Sprichwort „Ein großer Stein fällt leicht vom Berg runter, ist aber schwer hinaufzurollen“. Die Hauptfunktion des Geistes ist Wahrnehmung. Äußere Objekte werden durch die Sinnesorgane wahrgenommen. Wenn ich Augen, Ohren, Nase schließe, dann habe ich kaum Wahrnehmung. Ich kann aber die äußeren Objekte auch anders „ausblenden“: Wenn ich zum Beispiel sehr konzentriert arbeite, nehme ich die Umgebung kaum mehr wahr. Der Geist auf einer tieferen Ebene wird aktiviert. Wenn ich sehr gut meditieren kann, erreiche ich eine noch subtilere Ebene des Geistes. Wenn ich auf der gröberen Ebene bleibe, habe ich viele Störungen/Ablenkungen. Sobald man gut und stabil meditieren gelernt hat, gibt diese Erfahrung viel Freude und Zuversicht. Den Durchbruch von „oberflächlich“ bis „tiefer“ zu schaffen ist sehr schwierig. Danach geht es leichter.
Am Samstag gewährte Rinpoche einen vollständigen Wang aus dem Kriya-Tantra in Akshobya. Buddha Akshobya ist ein Symbol der Unerschütterlichkeit des Buddha-Geists. Um Befreiung aus Samsara zu erreichen, braucht man die Realisation der Leerheit. Dafür braucht man eine enorme Konzentration. Um diese zu erreichen, kann die Akshobya-Praxis helfen.
Diese Praxis gilt auch als eine bedeutende Reinigungspraxis und ebenso als eine wichtige Praxis für Verstorbene.
L.G.

2. Neue Thangka-Lieferung aus Dagyab im Tibethaus Shop angekommen.

Wir haben eine neue Lieferung von wunderschönen Thangkas aus Dagyab direkt aus Tibet bekommen, so dass wir mittlerweile über 30 verschiedene Motive, bzw. Gottheiten im Tibethaus Shop anbieten können. Auf der Shop-Seite der Tibethaus Homepage http://www.tibethaus.com/shop.html können Sie sich den gerade aktualisierten Onlinekatalog als PDF herunterladen und unsere Auswahl in Ruhe begutachten. Bei jeder neuen Lieferung ändert sich die Stilistik der Thangkas, die Maler in Dagyab entwickeln sich weiter und viele sind mittlerweile sehr gefragte Künstler. Auch bei schon bekannten Motiven lohnt sich also ein Blick auf die Neuzugänge. 
Mit den Thangkas aus Dagyab erhalten Sie die seltene Gelegenheit authentische Kunstwerke zu erwerben, die direkt aus Tibet stammen. Jeder Thangka ist ein individuelles Unikat, nicht zu vergleichen mit der Massenproduktion für Touristen. Am besten Sie schauen sie sich im Original im Tibethaus an. Auf Wunsch schicken wir sie Ihnen auch gerne zu.

http://www.orfeos.de/

3. Achtung: Tibethaus ist vom 30.März bis 10. April 2012 geschlossen.

4. Ist das höchste Gut das wahre Glück?
    Freitag 13. April
    Vortrag | Prof. Dr. Dorji Wangchuk

Heutzutage assoziiert man häufig das Königreich Bhutan mit dem Konzept des sogenannten „Bruttonationalglücks“. Im Vortrag stellt der Referent einige seiner Gedanken diesbezüglich vor, indem er auf sechs Fragen eingeht: (1) Gibt es überhaupt die Vorstellung von Glück im Buddhismus? (2) Wie wird „Glück“ im Buddhismus definiert? (3) Von welchen Arten von Glück wird gesprochen? (4) Was sieht man als Ursachen und Bedingungen von Glück an? (5) Wie sollte man mit dem eigenen Glück und dem der anderen umgehen? Und schließlich (6) Was für einen Wert hat das Glück?
Prof. Dr. Dorji Wangchuk wurde 1967 in Ostbhutan geboren.
Nach einer zehnjährigen Ausbildung (1987-1997) in der tibetischen Klosteruniversität in Südindien studierte er klassische Indologie und Tibetologie, mit Schwerpunkt Buddhismus, an der Universität Hamburg. Magisterabschluss (2002), Promotion (2005), Professur für Tibetologie (seit 2009).
Zeit | 19.30 bis 21.00 |
9 Euro | ermäßigt 7 Euro |

5. Tibetischer Tanz-Workshop
    Sonntag 15. April
    Kursleitung | Tsering Chupa



Tsering ist in Tibet eine bekannte Tänzerin gewesen und lebt seit einigen Jahren mit ihrem Mann und einem Kind in Frankfurt. Sie wird in die Kunst des tibetischen Tanzes einführen. Dieser macht – wenn man sich einmal an den für uns ungewohnten Rhythmus gewöhnt hat – total Spaß. Anzahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt. Bitte spätestens bis zum 10.4. anmelden.
Tsering Chupa, geboren in Westtibet, hat von ihren Eltern traditionellen Tanz gelernt und hat an vielen öffentlichen Tanzveranstaltungen teilgenommen. Sie lebt mit ihrem Mann und einer Tochter in Frankfurt.
Zeit | 11.00 bis 17.00 |
45 Euro | ermäßigt 30 Euro |

6. Termine

  • 23.03. | Tibet in Frankfurt: Tibetische Kalligraphie – Workshop | Puntsok Tsering | 19.00 bis 21.00 |
  • 25.03. | Tibetisch für Fortgeschrittene | Puntsok Tsering Duechung | 15.30 |
  • 25.03. | Tibetisch für Anfänger | Puntsok Tsering Duechung | 18.30 |
  • 31.03. bis 09.04. | Hevajra-Ermächtigung und Kommentarunterweisungen | S.E. Dagyab Rinpoche | Kamalashila Institut | Eifel |
  • 13.04. | Ist das höchste Gut das wahre Glück? | Vortrag | Prof. Dr. Dorji Wangchuk | 19.30 bis 21.00 |
  • 14.04. | Philosophie und Naturwissenschaft im Dialog | Dr. Palden Tawo und Prof. Dr. Dorji Wangchuk | Die Veranstaltung findet auf Tibetisch statt! | 11.00 bis 17.00 |
  • 15.04. | Tibetischer Tanz Workshop | Tsering Chupa | 11.00 bis 17.00 |

7. Zitat der Woche

"Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können."

Rabindranath Tagore, (1861 - 1941)