22.10.2012

Ausgabe 22.10.2012

Das Tibethaus 

Das Tibethaus Deutschland ist ein Kulturinstitut, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können. 

 

 

Themenübersicht


Nachrichten:

1. TIBET-ECKE
2. Internationales Symposium in Zürich
3. Vortragstag der Deutsch-Tibetische-Kulturgesellschaft
4. Wochenendseminar im Buddha Raum Erlangen

 

Programm:

5. Was bedeutet Glück in der chinesischen Kultur?
6. Die geistigen Wurzeln unserer ökonomischen Krise
7. Lu Jong - tibetische Körperübungen
8. Traum- und Heilyoga
9. Achtung: Jenseits der Schneeberge - Neue Heimat für Tibeter in Europa
10. Märchenlesung im Tibethaus
11. Termine
12. Zitat der Woche

 

Pilger in Westtibet ©Minka Hausschild

 

Neu: Wir werden in Zukunft jede Chömail mit einem Foto aus dem tibetischen Kulturkreis (siehe oben) einleiten. Interessenten, die gute Fotos haben, können sich an hessel(at)tibethaus(dot)com

 

 

1. TIBET-ECKE

 

In Frankfurt hat vor einigen Wochen der - soweit wir wissen - erste tibetische Kiosk bundesweit aufgemacht. Hier gibt es köstliche tibetische Momos, originalen Buttertee und indischen Tee Adresse: Tibet-Eck, Kyab Kiosk, Baumweg 57/Ecke Gaußstraße, Frankfurt- Bornheim. Gompo Kyab freut sich über viele Besucher!

2. Internationales Symposium in Zürich

 

Thema: Religionsbegriffe zwischen Asien und Europa (1.-3. November)
Das Ziel dieser internationalen Konferenz ist es, den Begriff "Religion" (der in den letzten Jahren oft als ein rein europäisches Konstrukt gesehen worden ist, welches den asiatischen Kulturen "übergestülpt" worden ist) zu überdenken und zu fragen, wie die modernen asiatischen Gesellschaften dieses Konzept, integriert, abgelehnt oder umgedeutet haben.
Organisatoren: UFSP Asien und Europa, Religionswissenschaftliches Seminar der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaft.
Näheres unter: http://www.asienundeuropa.uzh.ch/events/conferences/religionasia.html

3. Vortragstag der Deutsch-Tibetische-Kulturgesellschaft


Am Samstag, dem 3.11.2012 findet im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, Bonn wieder eine Tagesveranstaltung statt mit folgenden Vorträgen: frühe Stupa-Architektur von Ladakh (10.-12.Jh.); buddhistische Lehrtradition der Barawa-Kagyü in Sikkim - von den Anfängen bis heute; die Händlernomaden (Humli-Khyampa) im äußersten Westen Nepals; tibetische Märchenlesung. Zeit: 14 bis 18 Uhr, anschließend tibetisches Abendessen (bitte anmelden!).
Näheres unter: www.tibet-kultur.de

4. Wochenendseminar im Buddha Raum Erlangen
    "Die Drei Prinzipien des Pfades": 17./18. November

 

Der Text tibetische Meisters Je Tsongkhapa gibt ein Beispiel dafür, wie jemand mit wenigen Sätzen die Grundlagen für die gesamte buddhistische Praxis darlegen kann. S E. Dagyab Rinpoche hat bereits im August im Tibethaus über diesen Text gelehrt. Wir möchten an diesem Wochenende die Gelegenheit ergreifen, das Gehörte zu vertiefen, zu diskutieren und gemeinsam zu meditieren. Der Kurs ist auch für Neueinsteiger geeignet. Kursleitung: Angelika, Dharma-Tutorin von Tibethaus Deutschland e.V. Anmeldung baldmöglichst bis spätestens Freitag, 09. November!
www.erleuchtung-erlangen.de

5. Was bedeutet Glück in der chinesischen Kultur?
     
Donnerstag 25.Oktober

 

Der in Frankfurt lebende chinesische Künstler Wang Ning ist bekannt dafür, dass er sehr leicht Verständnis-Brücken bauen kann zwischen chinesischem und westlichem Denken und Fühlen. Er ist zu unserer Freude wieder Gast im Tibethaus.
Zeit | 19.30 bis 21.00 Uhr 11 Euro | ermäßigt 9 Euro 

6. Die geistigen Wurzeln unserer ökonomischen Krise
     
Freitag 26.Oktober | Vortrag | Dr. Kai Romhardt |

 

Was wir im Umgang mit Geld, Arbeit und Konsum vom Buddhismus lernen können - Erfahrungen des Netzwerks Achtsame Wirtschaft

Der Vortrag zeigt, wie wir durch die Kultivierung von Achtsamkeit und buddhistischer Geistesschulung zu heilsamen Alternativen im Feld der Wirtschaft gelangen. Hierzu werden konkrete Erfahrungen von Mitgliedern des Netzwerks Achtsame Wirtschaft vorgestellt.
Zeit | 19.00 bis 21.00 Uhr
Mitglieder 9 Euro | Nichtmitglieder 11 Euro 

7. Lu Jong - tibetische Körperübungen nach Tulku Lobsang
     Samstag 27.Oktober | Seminarleitung | Ute Schaber |

 

Diese Form des Lu Jong stammt aus der Übertragungslinie von Tulku Lobsang, der diese Praxis in den Westen brachte. Durch die Kombination von Position, Bewegung und Atmung können Blockaden gelöst sowie Heilungsprozesse unterstützt werden.
Zeit | 10.00 bis 18.00 Uhr
Mitglieder 90 Euro | Nichtmitglieder 120 Euro 

8. Traum- und Heilyoga
     Mittwoch 31. Oktober bis Freitag 2. November | Workshop | Dr. Nida Chenagtsang |

 

 

Das tibetische Yoga Nejang beinhaltet 4 Körper- und Atemübungen, die sowohl aus tantrischer als auch aus medizinischer Sicht eine besondere Heilwirkung haben. Traumyoga dagegen beinhaltet Übungen, die es einem ermöglichen, die nächtlichen Traumphasen für die eigene Bewusstseinsarbeit und spirituelle Praxis zu nutzen.
Der tibetische Arzt und Ngakpa Dr. Chenagtsang erläutert die Bedeutung von Träumen und ihren Symbolen in der tibetischen Philosophie.
Dr. Nida Chenagtsang absolvierte ein Studium an der Universität Lhasa für Tibetische Medizin. Er lebt in Italien und ist Direktor des IATTM International Akademy for Traditional Tibetan Medicine.
Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit ATTM statt.
Zeit | jeweils 10.00 bis 13.00 + 15.00 bis 18.00 Uhr Tibethaus-Mitglieder 165 Euro | ATTM-Mitglieder 240 Euro
Nichtmitglieder 290 Euro

Mahamudra, das "Große Siegel"
Donnerstag, 1. November | Abendvortrag | Dr. Nida Chenagtsang |

Dr. Nida Chenagtsang wird an diesem Abend mit den Grundgedanken von Mahamudra vertraut machen. Er ist in seiner Heimat nicht nur als tibetischer Arzt sondern zugleich als Ngagpa bekannt, als ein tantrischer Laienpraktizierender und Lehrer. Mahamudra bedeutet "Großes Siegel" und ist eine der tiefgründigsten Meditationsformen des Vajrayana-Buddhismus. Diese direkte Lehre über den menschlichen Geist zeigt den Weg auf, den letztendlichen Zustand des menschlichen Geistes erfahren.
Zeit | 19.00 bis 21.00 Uhr
Kosten | Mitglieder 9 Euro | Nichtmitglieder 11 Euro | Schüler/Studenten frei

9. Achtung: Jenseits der Schneeberge - Neue Heimat für Tibeter in Europa. Integration im Spannungsfeld von Tradition und Moderne
Das wichtige Podiumsgespräch (ursprünglich) 16.11. muss vorgezogen werden auf Freitag den 2. November Mit Kelsang Gyaltsen, Tsewang Norbu , Dr. Armin von Ungern-Sternberg

"Besuch des Dalai Lama in Bonn in den 70ger Jahren umgeben von Landsleuten"

 

1959 mussten mehr als 100.000 Tibeter ihre Heimat in Tibet verlassen und nach Indien und Nepal fliehen. Anfang der 60ger kamen die ersten Tibeter dann nach Europa, die meisten davon in die Schweiz. In Deutschland selber waren bis vor wenigen Jahren ca. 350 Tibeter ansässig, von denen die allermeisten sehr gut integriert sind. In den letzten Jahren hat es wieder eine große Welle von tibetischen Asylanten gegeben. Die meisten Tibeter stammen aus einen Kulturraum, der traditionell Religion und Familie in den Vordergrund stellt. Was bedeutet für sie Integration hier in Europa? Inwieweit sind sie von Verlust ihrer kulturellen Werte bedroht in einer westlichen Welt, die einerseits geprägt ist von kultureller Vielfalt und Offenheit, andererseits von Vereinzelung und den negativen Folgen der Globalisierung?
Was bedeutet Integration für die Tibeter und ihre Kinder?

Kelsang Gyaltsen ist EU-Gesandter des Dalai Lama. Geboren 1951 in Tibet, kam er im Alter von 12 Jahren in die Schweiz. Er lebt in Brüssel und in der Schweiz und setzt sich insbesondere für kulturelle und Integrationsprojekte der jungen Tibeter ein. Tsewang Norbu wurde 1949 in Tibet geboren. Er kam 1973 nach Deutschland. Nach seinem Tibetologie-Studium war er Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Petra Kelly (Die Grünen) und dann lange Jahre bei der Heinrich- Böll-Stiftung beschäftigt. Tsewang Norbu engagiert sich in verschiedenen Tibet-Organisationen und ist Reporter für Radio Free Asia.
Dr. Armin von Ungern-Sternberg ist persönlicher Referent der Dezernentin für Integration in Frankfurt, sowie kommissarischer Leiter des AmKa (Amt für multikulturelle Angelegenheiten)
Zeit | 18.30 bis 21 Uhr
Mitglieder 10 Euro | Nichtmitglieder 15 Euro | Schüler/Studenten frei

10. Märchenlesung im Tibethaus: Ein tibetischer Prinz und der magische Leichnam
      Sonntag 4. November

 

Die Tibeterin Tenzin Wangmo hat in ihrer Kindheit viele Märchen aus ihrer Heimat erzählt bekommen und ist über die Grenzen der Schweiz bekannt geworden als Märchenerzählerin. Für uns hat sie die klassische "Ro-Dung", Geschichten des magischen Leichnams, ausgewählt. Es ist eine tibetische Variante von Märchen aus 1001 Nacht. Dabei lernen Sie etwas Tibetisch, hören Volkslieder und erfahren etwas über Tibet und sein Volk. Ihr erstes Märchenbuch ist im März 2012 veröffentlicht worden.
Zeit | 16.30 bis 18.00 Uhr
11 Euro | ermäßigt 9 Euro | Kinder 5 Euro

11. Termine

  • 25.10. | Was bedeutet Glück in der chinesischen Kultur? | Künstler Wang Ning | 19.30 |
  • 26.10. | Die geistigen Wurzeln unserer ökonomischen Krise | Vortrag | Dr. Kai Romhardt | 19.00 - 21.00 |
  • 27.10. | Lu Jong - tibetische Körperübungen nach Tulku Lobsang | Seminar | Ute Schaber | 10.00 - 18.00 |
  • 31.10. - 02.11. | Traum- und Heilyoga | Workshop | Dr. Nida Chenagtsang |
  • 01.11. | Mahamudra | Abendvortrag | Dr. Nida Chenagtsang | 19.00 - 21.00 |
  • 02.11. | Jenseits der Schneeberge - Neue Heimat für Tibeter in Europa | Podiumsgespräch
  • 04.11. | Märchenlesung | Ein tibetischer Prinz und der magische Leichnam | 16.30 - 18.00 |
  • 17.11. - 18.11. | Der freudvolle Weg - Grundlagen des buddhistischen Tantra | Beginn des Moduls D | Leitung | Dharmatutoren |

12. Zitat der Woche

 

"Wir können nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden, wenn wir nicht die Gefühle und das Leid anderer berücksichtigen."
                                                                 aus: Das Buch der Menschlichkeit vom Dalai Lama