07.04.2011

Ausgabe 07.04.2011

Das Tibethaus

Das Tibethaus Deutschland ist ein Kulturinstitut, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können.

 

Themenübersicht

Nachrichten:
1. Osterferien
2. Termin AG Sterben, Tod und Trauer wird verschoben
3. Zornvolle Göttinnen im tibetischen Buddhismus
4. Die Vernissage zur Ausstellung "Kalligraphie im Dialog" China - Iran - Tibet
5. Tara - aktives Mitgefühl

Programm:
6. Cafe Philosophie
7. Ein Klosterumbau bei den Sherpa - lokale und globale Akteure
8. Informationsabend "MSBR - Stressbewältigung durch Achtsamkeit"
9. Tibetisches Heilyoga - Kum Nye
10. Termine
11. Zitat der Woche

1. Osterferien

Achtung: Vom 18. - 26. April ist das Tibethaus wegen der Osterferien für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Die Yoga-Veranstaltungen am 19. 4. und die Mittwochsmeditation am 20. 4. fallen auch aus. Die im Programm oder auf der Homepage angekündigten Veranstaltungen in diesem Zeitraum finden jedoch statt.
Die nächste Chömail wird erst am 27. April erscheinen.

2. Nächster Termin AG Sterben, Tod und Trauer (10.April 13 Uhr) wird verschoben  

Der Kurs mit dem Themenschwerpunkt "theoretische Perspektiven im Hinblick auf die Begleitung von Sterbenden" geleitet von Corina Aguilar-Raab muss leider auf den Sonntag, 26.06. (16-19 Uhr) verschoben werden.

3. Zornvolle Göttinnen im tibetischen Buddhismus
    6. - 8. Mai
    Seminar von Elke Hessel im Schweizer Retreatzentrum Ganden Chökor  

Die Kursleiterin gibt einen Überblick über die span­nende und vielfältige Entstehungsgeschichte sowie Ausdrucksformen, Funktionen und Rituale der zornvollen Göttinnen. Das Seminar hat einen wissenschaftlichen Teil, der die westlichen Analysen und Erkennt­nisse aufzeigt und diskutiert werden sowie einen tantrisch buddhistischen Teil, der meditativen, erfahrungsorientierten (z.B. Waldsitzung) Charakter hat. Beide Formen der Annäherung sind wichtig, um ein umfassendes Bild zu erhalten.

Ort: Ganden Chökhor (Chöd + Meditationszentrum zur Förderung Tibetisch Buddhistischer Kultur, unter der spirituellen Leitung von Lodrö Rinpoche), Churwalden, Schweiz, Zeit: Freitag 19.30 Uhr bis Sonntag 14 Uhr, um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten:+41 76 533 53 57, info(at)ganden(dot)ch, www.ganden.ch

4. Die Vernissage zur Ausstellung "Kalligraphie im Dialog" China - Iran - Tibet



v.l. Wang Ning, Hai Alizadeh, Puntsok Tsering

Die Vernissage am Freitag, dem 25. März, war ein voller Erfolg. Ca. 50 Besucher waren gekommen.

Der Ehrenpräsident des Tibethauses, Professor Klaus Jork, sprach die Begrüßungsworte; die Eröffnungsrede hielt die Frankfurter Stadträtin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten, das die Veranstaltung auch finanziell unterstützt hat.

Die Stadträtin wies auf die jenseits aller kulturellen Zuordnungen liegende gemeinsame Identität der drei ausstellenden Künstler als Kalligraphen hin. Elke Hessel beleuchtete anschließend in einem kurzen Vortrag die uralten gegenseitigen kulturellen Einflüsse der drei benachbarten großen Kulturen. Sie erwähnte z.B. den über tausend Jahre alten Steinlöwen im Yarlung Tal in Zentraltibet, der von seiner künstlerischen Gestaltung her starke persische Einflüsse aufweist oder auch die tibetische Vorstellung, dass Sherab Miwo, der Begründer der Bön Religion, urspünglich aus Taktsig (so heißt Persien auf Tibetisch) stamme.

Ein Höhepunkt des Abends war das gemeinsam vor dem Publikum schweigend durchgeführte Kalligraphieren der drei Künstler Hai Alizadeh, Wang Ning und Puntsok Tsering Duechung. Spätestens hier zeigten sich deutlich das Gemeinsame und das Trennende der drei Kunststile. Wo der chinesische Kalligraph mit sanftem Schwung den Pinsel mit der schwarzen Tusche führte, zeichnete neben ihm der tibetische mit dem schmalen abgeschrägten Bambus lautlos und filigran. Im starken Kontrast dazu arbeitete der persische Künstler kraftvoll und hörbar "kratzend" mit der breiten Bambusfeder auf dem Papier.

Begeisterung löste danach die musikalische Darbietung auf unterschiedlichen Trommeln von Hai Alizadeh aus. Wir hoffen, dass er noch einmal nach Frankfurt kommen wird, um im Tibethaus einen ganzen Abend sein Können zeigen zu können.

Über die Vernissage zur Ausstellung "Kalligraphie Dialog" wurde in den tibetischen Nachrichtsendung von  RFA (Radio free Asia) aus Washington vor einigen Tagen eine Stunde lang berichtet. Diese Sendung wird in der "ganzen tibetischen Welt" innerhalb und außerhalb Tibets gehört. Dafür war Puntsok Tsering eingehend interviewt worden. In der Sendung ging es zunächst um die Ausstellung und die drei Künstler, im zweiten Teil um das Tibethaus Deutschland, über seine Gründung, seine Aktivitäten. Im dritten Teil behandelte dann die Entwicklung der zeitgenössischen tibetischen Kunst und seinen Stellenwert in die tibetischen und westlichen Welt.

5. Tara - aktives Mitgefühl

 


Die tibetisch-buddhistische Göttin Tara ist ein weiblicher Buddha, der - oder sollte man viel eher sagen - die im tibetischen Kulturraum hoch verehrt wird.

Das Erfahrungswochenende, das im Rahmen des Tantra-Basiskurses angeboten worden war und Robert Jandaka geleitet wurde, bot den zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich theoretisch, aber vor allem praktisch an ihre Qualitäten anzunähern.
Ein Foto des liebevoll arrangierten Tara-Altars möchten wir euch nicht vorenthalten.

6. Cafe Philosophie
    14. April 

Das Thema der vierten Runde lautet: Spiritualität als heilende Erfahrung und Praxis

Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn des Lebens? Spiritualität stellt Fragen, die rational nicht zu beantworten sind, die uns aber trotzdem immer wieder intensiv beschäftigen. Wie kann Spiritualität eine heilende Erfahrung werden? Wir wollen gemeinsam Antworten auf diese Frage suchen.

Professor Dr. Klaus Jork leitet die Diskussionsrunde. Er ist auch verantwortlich für den Bereich Heilkunde im Tibethaus Deutschland. Bis 2004 war er Professor für Allgemeinmedizin am Klinikum der J.W.Goethe-Universität Frankfurt.
Zeit: 17 - 19 Uhr

7. Ein Klosterumbau bei den Sherpa - lokale und globale Akteure
    15. April 

Der Frankfurter Ethnologe Dr. Michael Mühlich wird einen Lichtbildvortrag halten über die Sherpa in Nepal, die ursprünglich aus Tibet stammen. Das zwei Tagesmärsche südlich von Lukla gelegene Solu gehört zum ursprünglichen Kerngebiet der Ansiedlung dieser Volksgruppe. Welche Stellung die buddhistische Kultur in dieser Region heutzutage noch einnimmt, lässt sich eindrucksvoll im Kontext eines Klosterumbaus vorstellen, den der Referent dokumentiert hat und in eindrucksvollen Bildern beschreibt.
Zeit: 19.30 bis 21 Uhr

8. Informationsabend "MSBR - Stressbewältigung durch Achtsamkeit"
    20. April

Stressbewältigung durch Achtsamkeit basiert auf dem Mindfulness-Based Stress Reduction Programm (MBSR), das 1979 von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn und seinem Team an der Universität von Massachusetts/USA entwickelte wurde.

An diesem Informationsabend wird eine kompakte Einführung in MBSR gegeben, der Abend ist daher für alle geeignet, die sich unverbindlich über MBSR informieren wollen oder konkret über die Teilnahme an einem 8-Wochen Programm nachdenken. Das nächste 8-Wochen Programm im Tibethaus startet am 9. Mai. Auch unter der Leitung von Christian Stocker (und nicht wie noch im Programm angekündigt von A. Wild Regel)

Wenn Sie an diesem kostenlosen Informationsabend teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ausnahmsweise (da das Büro des Tibethauses Osterferien hat) bis zum 18.04. direkt unter www.abenteuer-achtsamkeit.de an.
Leitung: Christian Stocker 
Zeit: 19 Uhr bis 20.30 Uhr

10. Termine

  • 08. April -10. April | Einführung in die Thangka-Malerei | Workshop | Marian van der Horst | 18:00 - 21:00 |
  • 14. April | Cafe Philosophie | Spiritualität als heilende Erfahrung und Praxis | Leitung | Prof. Klaus Jork | 17:00 - 19:00 |
  • 15. April | Ein Klosterumbau bei den Sherpa - lokale und globale Akteure | Lichtbildvortrag | Dr. Michael Mühlich | 19:30 - 21:30 |
  • 16. April - 17. April | Aufbaustudium | Leitung | Dr. Birgit Schweiberer |
  • 19. April - 25. April | Heruka-Vajrasattva, Cittamani-Tara und Kommentarunterweisungen | Osterkurs | Kamalashila Institut | Ermächtigung und Unterweisung S.E. Dagyab Rinpoche |
  • 29. April - 01. Mai | Tibetisches Heilyoga - Kum Nye | Seminar | Matthias Steurich |
  • 05. Mai | "Altruism and Compassion in Economic Systems" Session 3b | Vortragsmitschnitte und Diskussion | Moderation Annette Kirsch und Ingrid Haas | 19:30 - 21:30 |
  • 09. Mai | MBSR Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Prof. Jon Kabat-Zinn 8-Wochen-Programm | Christian Stocker und Angelika Wild-Regel | 18:30 - 21:00 |
  • 12. Mai | Cafe Philosophie - "Sind wir das, was wir glauben zu sein." Das Herz in den Upanishaden und in indischen Weisheitslehren | Leitung | Prof. Dr. Klaus Jork | 17:00 - 19:00 |
  • 14. Mai - 15. Mai | Grundlagenstudium | Dr. Birgit Schweiberer |

11. Zitat der Woche

"Einfach völlig entspannt beobachten, was geschieht, bringt schon Kraft." Jetsün Milarepa

aus:"Den Tiger zähmen" von Akong Rinpoche