14.01.2010

Ausgabe 14.01.2010

Das Tibethaus

Das Tibethaus Deutschland ist ein Begegnungs- und Studienzentrum, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können.



Themenübersicht

Berichte und Nachrichten:
1. Tibet: Der dritte Pol
2. Wutai Shan - Heiliger Berg des Manjushri
3. Winterpause im Tibethaus


Programm:
4. Tibetische Rituale rund um den Tod
5. Tod, Bardo, Wiedergeburt
6. Termine
7. Zitat der Woche

1. Tibet: Der dritte Pol

In Anbetracht des weltweiten Klimawandels hat S.H. der Dalai Lama eine überraschende Äußerung gemacht. Er hat Tibet neben dem Nord- und Südpol als dritten Pol bezeichnet. Wobei die Lage in Tibet besonders prekär ist, weil dort das Eis und die Gletscher noch schneller schmelzen als anderswo und damit innerhalb der nächsten 15 - 20 Jahre die Flüsse bedroht sind, die in Tibet entspringen. Sie versorgen die Bevölkerung von Pakistan, Indien, China und anderen südostasiatischen Ländern mit Wasser und könnten vielleicht versiegen.

Man kann sich ausmalen, welche katastrophalen Folgen das für Asien hätte.

2. Wutai Shan - Heiliger Berg des Manjushri

Achtung: Der Vortrag von Michael Henss am Freitag, 22. Januar 2010, 19.30 Uhr, muss leider wegen Erkrankung des Referenten auf den 22. April verschoben werden!

3. Winterpause im Tibethaus

Das Tibethaus war bis einschließlich 12. Januar geschlossen.



Dennoch hat es Anfang Januar einige interne Treffen gegeben, über die wir kurz berichten wollen:

Zunächst hat sich am 7. Januar der Rat der Religionen der Stadt Frankfurt im Tibethaus getroffen (www.rat-der-religionen.de). Der Ehrenpräsident des Tibethauses, Prof. Klaus Jork, der schon länger im Rat mitarbeitet, hatte dazu eingeladen. Diesmal sollten den zahlreich erschienenen Vertretern der Juden, Hindus, Muslime, der Bahai, der Christen, die Grundzüge des Buddhismus erklärt werden. U.a. erläuterte Frau Hilbert-Young vom chinesischen Fo-Guang-Shan Tempel den Mahayana-Buddhismus und Elke Hessel für Tibethaus den Vajrayana Weg.

Vom 8. bis 10. kamen die Dharma Tutoren des Tibethauses zu ihrem alljährlich am zweiten Januarwochenende stattfindenden Arbeitstreffen zusammen. 

Dann am Montag war der junge Dolpo Tulku zu Gast im Tibethaus, der momentan anlässlich des Kinostarts des Dokumentarfilmes "DOLPO TULKU" in Deutschland weilt. Viele Tibethaus Freunde waren trotz Schneeglätte angereist, um ihn zu empfangen und eine kurze Unterweisung zu hören. Dolpo Tulku ist gerade erst 27 Jahre alt, beeindruckte aber durch seine sehr ernsthafte, kluge und lebensnahe Art, Dharma zu lehren. Wir haben ihn gebeten, bei seiner nächsten Europareise wieder zu uns zu kommen. Anschließend wurde im restlos ausverkauften Bockenheimer Programmkino Orfeos Erben der wirklich empfehlenswerte Dokumentarfilm über ihn und die Region Dolpo gezeigt. Der Regisseur Martin Hoffmann und Dolpo Tulku stellten sich anschließend den Fragen des Publikums. Näheres siehe auch unter: www.dolpotulku.de.

Samstag, 23. Januar & Sonntag, 24. Januar 2010 wird Dolpo Tulku auf Bitten von einigen Schülern von Dagyab Rinpoche in der Nähe von Erlangen Unterweisungen auf Burg Henfenfeld in 91239 Henfenfeld (bei Hersbruck) geben. Anmeldungen bitte richten an Reimund Kern: kern.reimund(at)t-online(dot)de.

4.  Tibetische Rituale rund um den Tod

Freitag, 29. Januar 2010, Öffentlicher Vortrag | S.E. Dagyab Rinpoche und Elke Hessel

Im tibetischen Kulturkreis gibt es viele verschiedene Rituale, die für Verstorbene durchgeführt werden können: Reinigungsrituale, Zeremonien zur Reinigung von Haaren und Knochen, buddhistische Trauerrituale.

Dagyab Rinpoche und Elke Hessel werden in diesem Vortrag einen Überblick über diese vielfältigen Rituale geben.
Zeit | 19.30 bis 21 Uhr
Kosten | 9 Euro | ermäßigt 7 Euro

5. Tod, Bardo, Wiedergeburt

30. Januar und 31. Januar 2010, Seminar mit Segenseinweihung | S.E. Dagyab Rinpoche

Der Tod bedeutet nicht das Ende unserer Existenz, sondern den Übergang ins Bardo (Zwischenzustand) und in die darauffolgende Wiedergeburt. Dagyab Rinpoche wird die Stadien des Sterbevorgangs, die Merkmale des Bardos und den Übergang in das neue Leben erläutern. Die Unterweisungen werden sich auf das Tibetische Totenbuch (Bardo Thödöl; deutsch: Befreiung durch Hören im Zwischenzustand) und den berühmtem Text "Gebet zur Befreiung von dem gefährlichen Weg des Bardo" von Panchen Lobsang Chöckyi Gyältsän stützen.

Am Sonntagvormittag wird Rinpoche eine Segensermächtigung in Akshobhya (tib.: mi bskyod pa; "Der Unerschütterliche") geben. Akshobhya ist das Oberhaupt der Buddhas der Vajrafamilie. Er ist eine der wichtigsten, buddhistischen Meditationsformen während des Sterbeprozesses und nach dem Tod. Die Praxis dient zur Reinigung von Hindernissen und Negativitäten von Lebenden und Verstorbenen gleichermaßen. Sein Mantra wirkt sehr reinigend.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 22. Januar
Zeit | Samstag 10 bis 13 Uhr + 15 bis 18 Uhr | Sonntag 9.30 bis 13 Uhr
Kosten | Mitglieder 45 Euro | Nicht-Mitglieder 75 Euro

6. Termine

  • 16.01. | Endlich auf festem Boden stehen | Dhammatag |Alfred Weil | 10:00 - 17:00 |
  • 18.01. | MBSR - Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Prof. Jon Kabat- Zinn | Start des 8-Wochen-Programms | Simone Hensel | 15:00 - 17:30 | 19:00 - 21:30 |
  • 22.01. | Wutai Shan - Heiliger Berg des Manjushri | Lichtbildvortrag| Michael Henss | 19:30 - 21:30 |
  • 29.01. | Tibetische Rituale rund um den Tod | Öffentlicher Vortrag | S.E. Dagyab Rinpoche und Elke Hessel | 19:30 - 21:00 |
  • 30.01. - 31.01. | Tod, Bardo, Wiedergeburt | Seminar mit Segenseinweihung | S.E. Dagyab Rinpoche |
  • 05. 02 - 07. 02 | Einführung in die Thangka-Malerei | Workshop | Marian van der Horst |

7. Zitat der Woche

Um allen Lebewesen in ihrem unvermeidlichen Leiden zu helfen, legen wir die sanfte Rüstung des Mitgefühls an, das nicht nur uns Menschen, sondern allen lebenden Wesen gelten soll, den Sichtbaren wie den Unsichtbaren.

S.H. der XVI. Gyalwa Karmapa, aus: "Den Tiger zähmen" von Akong Rinpoche