13.07.2010

Ausgabe 13.07.2010

Das Tibethaus

Das Tibethaus Deutschland ist ein Kulturinstitut, das sich den buddhistischen Prinzipien der Toleranz und Offenheit verpflichtet fühlt.
Tibetinteressierte, BuddhistenInnen genauso wie Nicht-BuddhistenInnen, finden hier einen Ort, an dem sie buddhistische Philosophie und Praxis, Heilkunde, Gesellschaftsrelevantes, Wissenschaftliches, sowie die alte und moderne Kultur Tibets kennenlernen und erfahren können.



Themenübersicht

Nachrichten:

1. Füllen und Segnen von Statuen im Tibethaus Deutschland
2. Vajra und Glocke - Methode und Weisheit
3. "Kunst Fernost - alles fließt"
4. Erlebnisbericht von Ingrid Haas
5. Chö-Mail-Redaktion macht auch eine Sommerpause

Programm:

6. Abschlusspraxis des Langlebensretreats für Rinpoche
7. Abschlussretreat zum Grundlagenstudium Lamrim, 1. Jahr
8. Grundlagenstudium Lamrim
9. "Madhyamakavatara" Aufbaustudium
10. Termine
11. Zitat der Woche

1. Füllen und Segnen von Statuen im Tibethaus Deutschland

Ihr könnt Eure Statuen wieder im Tibethaus füllen lassen. Eine kleine Gruppe Freiwilliger wird sich ab September regelmäßig darum kümmern, Buddhastatuen auf traditionell tibetische Weise zu füllen und zu segnen. Da dies mit viel Arbeit und Materialkosten verbunden ist, wären wir für eine Spende sehr dankbar.

Als Vorschlag:
kleine Statue (bis ca. 15 cm) etwas 20€
mittlere Statue (bis ca. 25 cm) 40-50€
große Statue (ab 30 cm) etwa 80€.

Für Personen, die buddhistische Zuflucht genommen haben, besteht auch die Möglichkeit das Füllen und Segnen zu erlernen.
Als Ansprechpartner steht Mark Wehrmann zur Verfügung.
Email-Adresse: mark.wehrmann(at)hotmail(dot)de

2. Vajra und Glocke - Methode und Weisheit 
   
Sonntag 18. Juli

Eine Einführung in die tibetische Ritualkunde, in ihre Bedeutung, Symbolik und den philosophischen Hintergrund. Vortrag mit Lichtbildern von Elke Hessel um 15 Uhr im Rosenheim Museum in Offenbach.

Im Rahmen der Ausstellung: "Asiatika - Schätze aus Asien und Handzeichnungen von Bernd Rosenheim", weitere Infos: www.rosenheim-museum.de

3. "Kunst Fernost - alles fließt" 
     
Samstag 14. August

Die kleine beschauliche Stadt Niddatal-Assenheim im Herzen der Wetterau verwandelt sich alle zwei Jahre für einen Tag in eine begehbare Kunstkulisse. Diesmal unter dem Thema: `Kunst Fernost - alles fließt’. Puntsok Tsering wird für Tibethaus Deutschland an der Aktion teilnehmen und Kalligraphien, inspiriert von den in Tibet berühmten "Einhundert Versen von Holz und Wasser" des Meisters Gungthang Tenpä Dröme, herstellen.

Näheres unter: www.kunstamfluss.de

4. Erlebnisbericht
   
von Ingrid Haas

Andreas Ansmann & Ingrid Haas


"Das nächste Mal sollst Du nach Wutai Shan gehen,…….."
sagt Dagyab Rinpoche  zu mir, als ich von meiner zweiten Tibetreise zurück gekommen bin. Also plane ich eine Reise zum Wutai Shan, dem heiligsten buddhistischen Berg in China, der Manjushri geweiht ist. Am 27. Mai, dem Tag des Saka Dawa Festes sitze ich dann im Flugzeug nach Beijing, mit einer wunderschönen Manjushri Statue im Handgepäck, als Spende des Tibethauses an ein Kloster in Wutai Shan. Und einen weiteren Tag später stehe ich vor dem Nonnenkloster Bayun Si und begehre Aufnahme, die man mir auch sofort und völlig unkompliziert gewährt. Vier Wochen verbringe ich dort -  als einzige Westlerin mitten unter lauter Chinesen und nicht eines einzigen Wortes der chinesischen Sprache mächtig. Es gehörte wohl auf beiden Seiten einige Unbefangenheit dazu, sich auf so etwas einzulassen. Die Anrufung von A-mi-to-fu, wie Amithaba auf Chinesisch heißt, ist in dieser Zeit meine wichtigste Aufgabe - und das immer ab 3 oder 4 Uhr morgens. Das Eintauchen in den Gesang  und den dazu passenden Rhythmus der Gehmeditation ist ein ganz eigenes Erlebnis, eine besondere Art der Reinigungspraxis.

Viele Chinesinnen sehe ich in dieser Zeit kommen und gehen, Chinesinnen aller Altersklassen, aller sozialen Schichten und dem unterschiedlichsten Niveau der buddhistischen Vorbildung. Schade, dass ich mit keiner von Ihnen reden kann!

Ich erlebe mit, wie sich der Außenbereich des Klosters verändert, der Teich wird begrünt, Goldfische werden ausgesetzt, Blumenornamente werden gepflanzt und mit Rasen umgeben, Pfeiler mit stilisierten Lotusblüten werden geschliffen und bereitgestellt. Nach der Zerstörung während der Kulturrevolution ist das Kloster bereits wieder aufgebaut, der Außenbereich wird gerade noch gestaltet.

Die Äbtissin ist 67 Jahre alt, eine drahtige Lady, die nicht lange fackelt und alles im Griff hat. Sie will mir immer die Haare abschneiden und mich ordinieren. Auch wenn ich ihr diesen Wunsch nicht erfülle, verspreche ich doch etwas anderes: chinesisch lernen und wiederkommen!

Übrigens habe ich bei der Rückreise wieder eine Statue im Handgepäck: diesmal ist es Amithaba, eine Spende des Klosters Bayun Si für das Tibethaus!

Einen ausführlichen Bericht über die Reise wird es im nächsten Tibethaus Journal geben.

5. Chö-Mail-Redaktion macht auch eine Sommerpause  

So wie das Tibethaus eine Sommerpause einlegt, hat auch die Chö-Mail-Redaktion eine Ruhepause verdient.

Das Tibethaus hat sich in den letzten Jahren großartig weiterentwickelt. Dafür sind die Chö-Mail-Abonnenten ein gutes Beispiel. Von 300 ist Ihre Zahl auf 1148 gestiegen. Dies zeigt, wie groß das Interesse am Tibethaus ist.

Wir danken allen Newsletter-Abonnenten und wünschen Ihnen einen angenehmen Sommer!

Ab Mitte August werden Sie wieder 14-tägig die Chö-Mail erhalten.

Die Redaktion

6. Abschlusspraxis des Langlebensretreats für Rinpoche
   
Donnerstag 15. Juli

Zum Abschluss des Langlebensretreats für Dagyab Kyabgön Rinpoche möchten wir gerne im Tibethaus eine etwas ausführlichere Praxis durchführen. Dieser Tag gehört im Übrigen zu den höchsten buddhistischen Feiertagen. Es ist der Chökor Duechen, an dem der ersten Lehrrede des Buddha gedacht wird. Wir würden uns sehr über Eure Teilnahme hier im Tibethaus freuen. Wer es einrichten kann, ist auch herzlich zum Aufbau des Altars und Herstellen der Tormas eingeladen.

Bitte denkt auch daran, ab nächsten Donnerstag die gesammelten Mantras zuzusenden. Wir werden alle Mantras zusammenzählen und Rinpoche überreichen und auch in einer der nächsten Chömails veröffentlichen.

Uhrzeit: 17:30 Uhr - 18:30 Uhr

Ansprechpartner: Andreas Ansmann, ansmann(at)tibethaus(dot)com

7. Abschlussretreat zum Grundlagenstudium Lamrim, 1. Jahr

    8. August bis 14. August

Diese Klausur soll den Teilnehmern des Grundlagenstudienprogramms die Möglichkeit geben, die Inhalte des ersten Studienjahres in Zurückgezogenheit auf dem Lande intensiv zu verinnerlichen.
Wir werden die erhaltenen Unterweisungen in einen meditativen Geschmack umsetzen, um für den Pfad der Befreiung zentrale grundlegende Prinzipien zu erarbeiten.
Der Retreatort befindet sich in der wunderschönen Landschaft der Eifel, die zu Spaziergängen in den Sitzungspausen einlädt. Bei geeigneter Wetterlage werden wir auf Wunsch auch gemeinsame Meditationen in der Natur praktizieren.
Teilnahmevoraussetzung: Teilnahme an einem Buddhismus-Studiengang im Tibethaus oder anderen Instituten oder mehrjährige Lamrim-Erfahrung.

Kursleitung: Robert Jandaka, Heilpädagoge und Musiker. Seit 1982 Studium und Praxis der Shangpa-Kagyü- und Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus. Langjährige Kurs- und Retreatleitung in Sutra und Tantra.
Um Anmeldung möglichst bis zum 19. Juli wird gebeten

Zeit | Sonntag 16 Uhr (erste Sitzung) bis Samstag ca. 13 Uhr (nach dem Mittagessen)

Kosten | Mitglieder 120,-€ | Nichtmitglieder 180,- jeweils zzgl. Übernachtung und Verpflegung

Ort | Kamalashila Institut in der Eifel

8. Grundlagenstudium Lamrim

Beginn des 2. Jahres am Samstag, 18. und Sonntag 19. September 2010

Schwerpunktthema: Bodhicitta, der altruistische Wunsch nach Erleuchtung, die tiefe Verbindung mit allen Lebewesen erkennen, Verantwortung für alle Lebewesen (sich selber eingeschlossen) übernehmen.

Der Kurs im ersten Jahr ist sehr erfolgreich verlaufen und über 100 Teilnehmer haben daran teilgenommen. Es hat sich eine gute Gemeinschaft gebildet, ein Online Diskussionsforum ist eingerichtet worden.

Um baldige Anmeldung für das zweite Studienjahr wird gebeten.
Anmeldung zur Teilnahme am Fernstudium jederzeit möglich (auch rückwirkend für das erste Jahr).
Teilnahme als Präsensstudent ist für Neueinsteiger evt. noch möglich.
Schnupperwochenende ist auch möglich.
Bitte mit unserem Büro Rücksprache halten.

Leitung | Dr. Birgit Schweiberer und Tenzin Peljor Zeit

Kosten | Mitglieder 65 Euro pro Wochenende | Nicht-Mitglieder 90 Euro pro Wochenende

(weitere Termine in 2010: 23.- 24.10., 27. - 28. 11.)

9. "Madhyamakavatara" Aufbaustudium

In dem Zusammenhang weisen wir auch schon auf das zweite Studienjahr des Aufbaustudiums hin. Es beginnt am Samstag 16. - Sonntag 17.10.2010

Das Studium ist vor allem für Studierende und Praktizierende mit soliden Grundkenntnissen in den allgemeinen Prinzipien des Buddhismus (Lamrim) gedacht. Der Grundtext von Chandrakirti wird begleitend ergänzt werden von seinem eigenen Kommentar (Madhyamakavatarabhasyam). Dazu kommt der parallel - im Auftrag des Tibethauses - erstmalig ins Deutsche übersetzte Kommentar von Lama Tzongkhapa "Erläuterung der Absicht" (dGongs pa rab gsal).
Anmeldung zur Teilnahme am Fernstudium jederzeit möglich (auch rückwirkend für das erste Jahr). Teilnahme als Präsensstudent ist für Neueinsteiger bei entsprechenden Grundkenntnissen noch möglich.
Schnupperwochenende ist auch möglich. Bitte mit unserem Büro Rücksprache halten.

Leitung | Dr. Birgit Schweiberer

Kosten | Mitglieder 65 Euro pro Wochenende | Nicht-Mitglieder 90 Euro pro Wochenende
(weiterer Termin 2010: 4. -5. Dezember)

10. Termine

  • 15.07. | Abschlusspraxis des Langlebensretreats für Rinpoche | Leitung | Andreas Ansmann | 17.30 - 18.30. |
  • 08.08. - 14.08. | Abschlussretreat zum Grundlagenstudium Lamrim, 1. Jahr | Retreatleitung | Robert Jandaka|
  • 03.09 - 05.09. | Avalokiteshvara - das Herz öffnen | Erfahrungswochenende| Alfred Woll |
  • 11.09 - 12.09 | Mongolische Heilkunst & Spiritualität - Berühren mit Worten und Händen | Workshop | Galsan Tschinag |

11. Zitat der Woche

"Bevor ich die Fehler bei anderen suche, sollte ich sie erst einmal bei mir suchen."

aus: "Ein guter Mensch sein von Dagyab Kyabgön Rinpoche

"Sieh nicht den Splitter im Auge des anderen, sondern den Balken im eigenen Auge!"

Jesus von Nazareth