05.10.2007

Ausgabe: 05.10.2007

 

 

Themenübersicht

 

Nachrichten:
1. Dagyab Rinpoche Lodjong IV
2. 
Links und rechts des Himalaya: tibetisch nepalesischer Empfang

Programm:
3. Wie ein Sand-Mandala entsteht ...
4. Studienretreat zu den "21 Taras"
5. Termine
6. Zitat der Woche

1. Dagyab Rinpoche Lodjong IV
   
von Willi Maassen

Schwerpunkt des Seminars war das Thema "Anhaftung". Im Gegensatz zu Hass ist Anhaftung viel subtiler und deshalb schwerer zu erkennen und zu überwinden. Im Focus der Betrachtung steht nicht etwa die Anhaftung an eine Zigarette oder das Bier, sondern eine viel grundlegendere, subtilere Form. Sie bestimmt unser Leben von Geburt an, scheint uns sogar glücklich zu machen und ist kaum zu identifizieren, denn sie ist auch durchmischt mit z.B. Liebe zum Partner oder zu den Kindern.
Um praktische Hinweise zur Überwindung von Anhaftung zu geben, haben vier Referenten jeweils einen kurzen Vortrag gehalten: Dieter Kratzer, Elke Hessel, Robert Jandaka und Birgit Justl.

2. Links und rechts des Himalaya: tibetisch nepalesischer Empfang 
     von Elke Hessel

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen der Stadt Frankfurt hat Tibethaus am 28. September einen tibetisch nepalesischen Empfang veranstaltet. Die Frankfurter Künstlerin Impress Singh zeigte ihren Film "Mythos Nepal", danach hielt Dr. Michael Mühlich einen Vortrag anlässlich seiner Fotoausstellung "Buddhistische Initiation der Newar in Nepal". Anschließend wurden nepalesische Momos und Tee gereicht. Über 60 Teilnehmer waren gekommen, die sich im Tibethaus sichtbar wohl fühlten.

3. Wie ein Sand-Mandala entsteht ... 

... kann man ab kommendem Sonntag täglich von 15 bis 18 Uhr im Tibethaus beobachten. Das Erstellen eines Sand-Mandalas ist tiefe Meditation und spiritueller Akt zugleich - gerade auch für den Betrachter. Nichts verdeutlicht die Vergänglichkeit alles Irdischen besser als diese Heil bringenden spirituellen Kraftbilder.
In tagelanger Filigranarbeit werden sechs Nonnen aus Nepal ein Mandala aus feinstem, farbenprächtigem Sand erschaffen. Am Freitag, den 12. Oktober wird es dann feierlich zerstört und in fließendes Gewässer gestreut. Jeder kann am Entstehen und Vergehen des Mandalas teilhaben: Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von den Nonnen und ihrer meditativen Kunst verzaubern ...

Mit ihrer Arbeit sammeln die Nonnen Geld für den Um- und Ausbau ihres Klosters in Kathmandu. Der Eintritt ist deshalb frei und wir bitten stattdessen um Spenden für das Nonnenkloster.

Beginn: Sonntag, 7. Oktober, 16 Uhr
Besuchszeit: Mo bis Do ab 15 Uhr
Rahmenprogramm: Mi + Do, 19.30 Uhr
Auflösung: Freitag, 12. Oktober, 14 Uhr
Bunter Abend: Freitag, 19.30 Uhr

4. Studienretreat zu den "21 Taras"

Am letzten Wochende hat Rinpoche im Tibethaus darauf hingewiesen, wie hilfreich und wichtig besonders unsere Studienretreats sind. Rinpoche hat uns dazu aufgefordert, an solchen Retreats unbedingt teilzunehmen.
Das nächste Studienretreat ist an alle Tantra-Interessierte gerichtet, die eine Segenseinweihung in die "Grüne Tara" oder die "21 Taras" erhalten haben. 
Das Retreat wird auch eine Einführung in den Kriya-Yoga sein. Im Besonderen werden die verschiedenen Buddha-Qualitäten der 21 Taras erklärt. In mehreren über den Tag verteilten Meditationssitzungen wird die Praxis eingeübt.
Anmeldungen bitte bis zum 18.Okt. im Tibethaus-Büro
Ort: Yogahof Höfen
Zeit: 25.-30.Okt.07

5. Termine

  • Vajra Yogini-Einweihung | Lodrö Rinpoche | 5.-7.Okt. |
  • Sandmandala im Tibethaus | Nonnen aus Nepal | 7.-12. Okt. |

  • Einführung in die Meditation | B. Justl u. M. Brüger | 14. Okt. | 10 - 17 Uhr |

  • 2. Jahr des Studienprogramms | Geshe Nawang Thapkhe | 20. u. 21. Okt |

  • Einführung in Thangka-Malerei II | Marian van der Horst | 27. u. 28. Okt. |

  • Studienretreat zu den "21 Taras" | Dr.C.Weishaar-Günter u. R.Schönwitz | 25. - 30. Okt. | Yogahof Höfen |

6. Zitat der Woche

Vergänglichkeit ist von Natur aus weder positiv noch negativ, es ist einfach ein Teil des Prozesses bei der Zusammensetzung von Dingen. Wir schätzen meistens nur die Hälfte des Kreislaufs der Vergänglichkeit. Wir akzeptieren Geburt, aber nicht den Tod, wir akzeptieren Gewinn, nicht aber den Verlust, wir mögen es, wenn eine Prüfung zu Ende geht, aber nicht, wenn sie anfängt. Wahre Befreiung ergibt sich aus der Anerkennung des gesamten Kreislaufs und nicht aus einem Greifen nach den Aspekten, die wir angenehm finden.

aus: "Weshalb Sie kein Buddhist sind" von Dzongsar Jamyang Khentse Rinpoche