Mundgod-Wasserprojekt

Ökologisches Modellprojekt in Süd-Indien:

Klosteranlage Drepung

Nachhaltiges Wasser- und Abfall-Management für die Tibetische Flüchtlingssiedlung in Mundgod

Exil-Tibeter haben in Mundgod seit 1970 ein neues Zuhause gefunden und hier versucht, einen neuen Anfang für sich und ihre buddhistische Kultur zu finden. Fehlende finanzielle Mittel und städtebauliches Know-how führte zu einem Wildwuchs in der Ansiedlung mit negativen Folgen für das ökologische System und wachsenden gesundheitlichen Gefahren für die dort lebenden Menschen. Auf Initiative von Dagyab Rinpoche haben Mitglieder des Tibethauses ein ökologisches Hilfsprojekt konzipiert, das die Sanierung der Infrastruktur der tibetischen Flüchtlingssiedlung in Mundgod, Süd-Indien bewerkstelligen soll.

Was sind die Ziele?

Ziel des Projekts ist es, ein ökologisches Wasser- und Abwassersystem für die tibetische Siedlung in Mundgod zu bauen, zu der auch die Klosteruniversitäten Drepung und Ganden gehören. Mithilfe eines musterhaften Einsatzes situationsangepasster, nachhaltiger Umwelttechnologien soll zudem in einem abgelegenen Gebiet Indiens der ressourcenschonende Umgang mit eingeschränkten Wasservorkommen demonstriert werden.

Was ist bisher geschehen?

In den vergangenen drei Jahren sind bereits umfangreiche Vorarbeiten in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Grundlagen des Ökologischen Bauens“ an der Bauhaus-Universität Weimar von Prof. Dr.-Ing. Detlef Glücklich und Mitgliedern des Tibethauses erfolgt, um eine solide Basis für ein ökologisches Modellprojekt zu erarbeiten.

Als ausgewiesener Experte für nachhaltige Wassermanagement-Projekte in Entwicklungsländern steht Prof. Glücklich, auch nach seiner Emeritierung über sein Büro für Nachhaltiges Bauen [www.ecobine.de] als Ansprechpartner zur Verfügung.

Was soll konkret getan werden?

In Mundgod leben ca. 10.000 Menschen auf engstem Raum ohne geregelte Kanalisation und Abfallmanagement. Hier entstanden auch mehrere neue, große Klosteranlagen für Tausende von Ordinierten. Geplant ist, das Wassermanagement-Projekt von einer Zelle aus zu starten und sukzessive das gesamte Siedlungsareal einzubeziehen - eine Aufgabe, die über mehrere Jahre gehen wird!

Startpunkt wird das Lama Camp Nr. 2 sein, dort ist die Gebäudedichte mit ca. 300 Gebäuden besonders hoch. Das Camp Nr. 2 besteht zu großen Teilen aus Gebäuden des Klosters Drepung. Es gibt eine Klosterverwaltung, die als institutionalisierter und verlässlicher Kooperationspartner das Projekt vor Ort effektiv voran bringen kann. Die tibetischen Klöster haben auch im Exil ihre traditionelle Führungsrolle innerhalb der tibetischen Gesellschaft bewahrt. Sie sind dadurch in der Lage, eine Vorreiterrolle hinsichtlich eines umweltbewussten Verhaltens zu übernehmen. Nach erfolgreicher Implementierung im Lama Camp 2 kann dieses Konzept auf die anderen zehn Camps der Siedlung übertragen und dort umgesetzt werden.

Das ökologische Sanierungsprojekt beinhaltet die Erstellung eines Masterplans für das Camp Nr. 2 und die anschließende Detailplanung in verschiedenen Bauphasen, um sie nacheinander realisieren zu können. So kann die Erfahrung der ersten Bauphase in den späteren Bauabschnitten effektiv einbezogen werden.

Wer sind die Kooperationspartner in Indien?

Die Verwaltung des Klosters Drepung hat eine Eigenbeteiligung von 25 % der Baukosten in Indien bereits zugesagt, um damit die Ernsthaftigkeit des Vorhabens und das eigene Interesse zu bekunden. Alle weiteren Mittel – für Planungsarbeiten und 75 % der Baumaßnahmen (evtl. auch Schulungsmaßnahmen) – müssen durch Spenden aufgebracht werden.

Das gesamte Projekt wurde auch dem Dalai Lama – Schirmherr des Tibethauses – während seines Aufenthalts in Hamburg im Sommer 2007 persönlich vorgestellt. Er zeigte sich sehr angetan von dem Projektvorhaben. Inzwischen hat er auch ein Empfehlungsschreiben (s.Bild) übermittelt.

Wer ist hier in Deutschland verantwortlich?

Die „Initiative Mundgod-Wasserprojekt“ besteht aus sechs Mitgliedern und einem Kreis von Unterstützern. Unser Wunsch ist es, im Sinne Dagyab Rinpoches zur Verbesserung der ökologischen Situation in Mundgod beizutragen. Da Rinpoche seine spirituelle Ausbildung in Drepung/Tibet erhalten hat, fühlen wir eine besondere Verbindung mit dem heute in Mundgod ansässigen Kloster und seinen Nachbarn.

Das Projekt kann aufgrund fehlender Kapazitäten und Erfahrungen nicht vom Tibethaus durchgeführt werden. Deshalb sucht die Initiative einen kompetenten Träger, der über ausreichend Erfahrung mit Hilfsprojekten in Asien verfügt. Gleichwohl unterstützt das Tibethaus das Projekt im Rahmen seiner Möglichkeiten, zum Beispiel durch die Verwaltung der bisher eingegangenen Spenden.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: tsering(at)tibethaus(dot)com; Frankfurt

Wir freuen uns über Ihre E-mail und jede Spende!

Spendenkonto:
Konto-Nr. 6300014079
Kontoinhaber: Tibethaus
BLZ 501 900 00
Frankfurter Volksbank
Verwendungszweck: Spende für Mundgod-Wasserprojekt

Bitte denken Sie daran, Ihren Namen mit Adresse auf der Überweisung zu vermerken, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zusenden können.

Dieses Projekt verlangt ein hohes Maß an Erfahrung und Know-how. Bitte haben Sie Verständnis, dass es nur starten wird, wenn diese durch einen geeigneten Projektträger bereitgestellt werden können. Mit Ihrer Überweisung erlauben Sie dem Tibethaus, die Spende gegebenenfalls einem anderen Hilfsprojekt für Tibeter zukommen zu lassen.