Umweltprobleme gefährden tibetische Klöster

Klosteranlage Drepung

Nachhaltige Ökologische Sanierung des Wasserkreislaufes des Klosteranlage Drepung in Süd-Indien

Hilfsprojekt zur Beseitigung akuter Wasser- und Abwasserprobleme durch den Aufbau einer Kanalisation und Entwicklung der Infrastruktur hin zu einem Garten-Kloster

Worum geht es?

Das Drepung Kloster ist eine von zwei seit 1970 entstandenen Klosteranlagen innerhalb der tibetischen Flüchtlingssiedlung bei Mungdod, im südindischen Bundesstaat Karnataka. Das Drepung-Kloster ermöglicht die Ausübung und den Fortbestand der indo-tibetischen buddhistischen Kultur im Exil.

Die Klosteranlage besteht aus mehreren Einzelklöstern – Loseling, Gomang, Ratoe und Sakya-Klöstern –, die 4.700 Mönche beherbergen. Die Anlage umfasst 300 Gebäude, unter anderem Versammlungshallen, Tempel, Wohnhäuser für Mönche, Küchen, Schulen, Bibliotheken, Gäste- und Handwerkshäuser.

Aufgrund des ständigen Zustroms von Mönchen aus Tibet und Nord-Indien musste mit geringen finanziellen Mitteln die Klosteranlage kontinuierlich und schnell erweitert werden. Dies führte zu einer städtebaulichen Infrastruktur mit folgenden Problemzonen:

  • Es gibt keine nennenswerte Abwasseraufbereitung oder -entsorgung.
  • Dramatisch sinkender Grundwasserspiegel, da das Kloster sowie die gesamte Region ihren Nutzwasserbedarf aus Brunnen bestreitet.
  • Eine nicht funktionierende Kanalisation: Abwässer werden aus Duschen, Toiletten und Küchen in brüchige, offene Kanäle weitergeleitet.
  • Mangelhafte Abfallentsorgung, die eine ansteigende Vermüllung der Straßen und öffentlichen Plätze mit inakzeptablen hygienischen Bedingungen zur Folge hat. Die meist provisorisch entstandenen Straßen und Wegenetze sind in schlechtem Zustand und während der Regenzeit kaum benutzbar.

Projektziele

Einzelziele

  1. In einem ökologischen Gesamtkonzept werden die notwendigen Ma?nahmen von der städtebaulichen Struktur über die Infrastruktur bis hin zum Wasser- und Stoffmanagement entwickelt.
  2. Aufbau von Wasserkreisläufen:
    - Beseitigung der Abwasserprobleme durch Bau einer Kanalisation
    - ökologisches Wassermanagement durch Verstärkung der gärtnerischen und landwirtschaftlichen Aktivitäten
  3. Aufbau von Stoffkreisläufen: Entwicklung einer Abfallwirtschaft
  4. Schulung des Umweltbewusstseins bei Mönchen und Laien mit dem Schwerpunkt der Müllvermeidung und -trennung, Vermittlung hygienischen Denkens
  5. Gründung einer technischen und gärtnerischen
    Einrichtung im Kloster zum Erhalt der neu erbauten Maßnahmen

Erste Schritte

  • Erstellung eines Masterplans für die Sanierung der Klosteranlage mit stufenweiser Ausführung des Projekts
  • Detailplan und und Realisierung der einzelnen Stufen

Die heutige Bedrohung

Schwere Krankheiten

Eine zunehmende bakterielle Verseuchung des Grundwassers und Mangel an hygienischem Bewusstsein führt zu einer hohen Krankheitsquote. Im letzten Jahr wurden in der im Kloster untergebrachten Loseling-Klinik folgende Fälle behandelt:

  • Tuberkulose (> 100)
  • Typhus (200)
  • Malaria (150)
  • Diarrhoe (250)
  • Hepatitis A bzw. B (300 bzw. 500)
  • jeder zweite Patient leidet unter Hautkrankheiten

Gefährdung der Existenzgrundlage durch Wasserprobleme

Da das Regenwasser nicht gesammelt oder gespeichert wird, sinkt der Grundwasserspiegel stetig. Knapper werdende Wasser-Ressourcen gefährden langfristig das Überleben der Menschen, nicht nur im Kloster, sondern im gesamten Siedlungsgebiet!

Es stehen also dringend notwendige städtebauliche Veränderungen an.

So können Sie helfen

Unterstützen Sie dieses Projekt einer nachhaltigen Sanierung der Infrastruktur bzw. den Bau einer Kanalisation und Herstellung einer umweltgerechten Wasser- und Abfallmanagement-Struktur für das Kloster Drepung in Süd-Indien durch Ihre Spende

Spendenkonto:

Drepung – Ökologische Abwassersanierung

Konto-Nr. 6200010076

BLZ 501 900 00

Frankfurter Volksbank

Kennwort: Umweltprojekt Kloster Drepung

Bitte denken Sie daran, Ihren Namen mit Adresse auf der Überweisung zu vermerken, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zusenden können.

Der Projektstart ist abhängig von der Förderung der privaten und öffentlichen Hand. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei nicht ausreichender Finanzierung das Projekt nicht starten kann. In diesem Fall ist es möglich, Ihre Spende einem anderen laufenden Hilfsprojekt für Tibeter zukommen zu lassen.

Sie helfen uns, wenn Sie dieses Projekt auch in Ihrem Freundeskreis bekannt machen, denn:

Jeder Euro hilft!

Kontakt

Gerne informieren wir Sie per Mail über jeden Fortschritt in der Planung und Umsetzung des Projektes. Für die Anforderung des Newsletters schreiben Sie eine Mail an info@tibethaus.com mit dem Betreff: Drepung-Newsletter.

Für Fragen oder weitere Informationen zu dem Projekt schreiben Sie eine Mail an:

Umweltprojekt@tibethaus.com


Träger-Organisationen:

Tibethaus Deutschland e. V.


Spirituelle Leitung und Projekt Initiator:

H. E. Dagyab Kyabgön Rinpoche


Projektkoordination Deutschland:

Annette Kirsch

Klaus von Varendorff


Projektbezogene Kooperationspartner:

Planung und Umsetzung in Deutschland:

Prof. Dr.-Ing. Detlef Glücklich

Lehrstuhl Grundlagen des ökologischen Bauens, Fakultät Architektur, Bauhaus-Universität Weimar


Projektkoordination Indien:

Ex-Abt Geshe Konchok Paksam, Drepung Kloster


Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen in Indien:

Bauingenieur Shankarnarayan M. Hegde


Schulung des Umweltbewusstseins:

Ivo Rodrigues

Focus Group (Nichtregierungs-Organisation)