Der Buddhismus ist eine der fünf großen Weltreligionen. Er geht zurück auf Siddhartha Gautama, der vor etwa 2.500 Jahren in Indien lebte und "der Buddha" (d.h. "der Erwachte") genannt wurde. Seine Lehre zielt darauf ab, jedem Lebewesen zur Überwindung des Leidens und zur vollen Entfaltung des eigenen geistigen Potentials zu verhelfen. Dies geschieht nicht durch Glauben oder Erlösung durch eine äußere Kraft, sondern durch eigene Erkenntnis, die auf Studium, Meditation und praktischer Anwendung basiert - eine Praxis also, die Verstand und Herz gleichermaßen anspricht. Der Buddhismus erhebt keinen Alleinvertretungsanspruch auf irgendeine Wahrheit und steht zu keiner Lehre, Religion oder Philosophie grundsätzlich im Widerspruch.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich in den Ländern Asiens verschiedene Richtungen und Traditionen des Buddhismus gebildet, die sich gegenseitig ergänzen und respektieren.
Ab dem 7. Jahrhundert gelangte der Mahayana-Buddhismus - (der Begriff Mahayana stammt aus dem Sanskrit und bedeutet: Großes Fahrzeug) - in mehreren Wellen aus Indien nach Tibet und zwar auch in seiner tantrischen Ausrichtung, die als Vajrayana - Diamant-Fahrzeug





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