Die Grundlagen der Tibetischen Medizin

Yudok Yönten Gönpo - Begründer der tibetischen Medizin
Yudok Yönten Gönpo - Begründer der tibetischen Medizin

Samstag, 24. Januar 2009
Start des sechsmonatigen Basiskurses | Professor Dr. Klaus Jork

Zunehmend gerät die Tibetische Medizin (TM) in den Fokus der Öffentlichkeit als ganzheitliche Ergänzung der modernen westlichen Medizin. Doch auf welchen Prinzipien basiert sie eigentlich? Wie werden Diagnostik, Lehre und Arzneimittelherstellung traditionell betrieben? Und: Welche Erwartungen kann man als Patient an die Tibetische Medizin stellen?

In diesem sechsmonatigen Basiskurs werden die Grundlagen der Tibetischen Heilkunde skizziert. In sechs Modulen werden die wichtigsten Themen und Prinzipien erläutert und Bezüge zur europäischen Moderne hergestellt.

Der Kurs richtet sich an alle, die sich für Tibetische Heilkunde interessieren. Um Anmeldung bis zum 1. Dezember 2008 wird gebeten.

Professor Dr. Klaus Jork studierte Medizin in Berlin und Mainz, dort auch Psychologie und Physik. Medizinisches Staatsexamen 1962 in Mainz. Von 1970 bis 2002 war er als Allgemeinmediziner in Langen (Hessen) tätig, von 1990 bis 2002 als Professor für Allgemeinmedizin an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 1990 bis 2005 Kooperation mit Trogawa Rinpoche, Direktor des Chagpori Tibetan Medical Institute, Darjeeling. Prof. Jork ist auch Leiter des Bereiches Heilkunde und Ehrenpräsident des Tibethaus Deutschland e.V.

Die Themen der einzelnen Module:

Tibetische Medizin: Erfahrung und Beobachtung

Grundlagen: was ist anders als in der westlichen Medizin? – Traditionelle TM: Medizin, Astrologie, Tantra – Überblick zu Theorie, Diagnostik und Therapie – Welche Literatur ist zum Studium der TM geeignet? – Zu Primär- und Sekundärliteratur

Die 3-Energien-Lehre

Was ist die Bedeutung von Lung, Tipa, Began? – Wie kann ich mich selbst und meine Patienten nach den drei Energien einordnen? – Die drei Guna der traditionellen Lehren Indiens zum vertieften Verständnis

Vorstellung des Ich

Die fünf Bildekräfte („Skandhas“) des Ich und ihre Bedeutung – Konzepte, die uns festlegen – Beschaffenheit von Körper und Geist im Verständnis des Tantra

Primäre und sekundäre Ursachen von Krankheit

Was bedeutet „Gesundheit“ in der TM? – Neun-Runden-Atemübung, um unreine Winde als Ursache von Krankheit von reinen Winden zu trennen – Grundlagen von Gesundheit – Reinigung des Geistes: Alles entsteht zuerst im Geist, Geistes-Umwandlung in sieben Abschnitten nach Geshe Chekawa Satipatthana Sutta – die Vier Verankerungen der Achtsamkeit

Pulsdiagnose
Pulsdiagnose

Grundlagen zu Diagnostik und Therapie

Befragen, Sehen, Fühlen: Pulsdiagnostik und Pulsarten – Ernährung, Lebensweise, Arzneimittel – Grundlagen der Arzneimittellehre: Pflanzen, Mineralien, tierische Substanzen – Problematik von toxischen Substanzen, Standardisierung und Galenik – Kostbarkeitspillen und die Vorstellung ihrer Wirksamkeit

Tibetische Medizin auch im Westen?

Erwartungen von Patienten und ihre Bereitschaft zur Therapie – Was ist übertragbar? Zur Bedeutung kultureller Grundlagen – Was können wir für uns selbst tun? – Wie kann die Praxis der TM mit Patienten aussehen? – Rechtsgrundlagen, Unsetzbarkeit, Zugang zu Arzneimitteln


Folgende Termine sind vorgesehen: 24. Januar, 21. Februar, 21. März, 25. April, 23. Mai und 27. Juni 2009.

Um Anmeldung bis zum 1. Dezember 2008 wird gebeten.

Zeit | jeweils samstags, 10 bis 15 Uhr | eine kurze Mittagspause ist vorgesehen

Kosten | Mitglieder 180 Euro | Nicht-Mitglieder 300 Euro